Tag 1 – Zusammenbauen

 Wir waren wegen der Zeitdifferenz bereits um 4 Uhr mogens hellwach. Frühstück im Hotel gibt’s erst ab 6 Uhr, deshalb haben wir die 2 Stunden mit eMail Lesen, Internetsurfen und Tagesplanung verbracht.

 Es war vereinbart, dass wir den LKW mit unseren Gyros um 8:30 Uhr treffen. Um 8:25 Uhr erhielten wir einen Anruf, dass die Ankunft pünktlich in 5 Minuten erfolgen würde. Wir saßen gerade mit Pipo über einem Kaffee und stürzten diesen in großen Schlucken hinunter, um den LKF-Fahrer rechtzeitig am Eingangstor zum Flugplatz zu treffen. (Pipo ist ein Bekannter vor Ort, der uns mit der Logistik, Hangar, Werkzeug und sonst noch vielem hilft.) Wir waren natürlich total neugierig, in welchem Zustand wir unsere Gyros vorfinden würden. Deshalb versammelten wir uns alle um den LKF-Fahrer herum, als dieser die Tür des Sesams öffnete.

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Und das fanden wir vor:

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Ein Gewirr von gelben Spanngurten, Gyroteilen und Verpackungsfolie, das Robert einigermaßen verwirrt begutachtete. Das Entladen der Gyros benötigte länger, als wir geplant hatten. Dies vor allem deshalb, da jeder der vier Anwesenden eine andere Strategie verfolgte und die höfliche Koordination deswegen etwas mehr Zeit beanspruchte. Schließlich schafften wir das Entladen doch, ohne die Gyros zu beschädigen und begannen sofort mit dem Zusammenbauen.

Das Bild zeigt Robert, nachdem er seine anfängliche Verwirrung überwunden hatte, mitten in der Aktion.

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Hier ist ein weiteres Bild des Schlachtfeldes, in verschiedenen Stadien der Fertigstellung:

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Unverhofft tauchte dann auch noch Sweeny auf, der von unserem Vorhaben aus dem Internet erfahren hatte. Da er sich sehr für Gyros interessierte, hatte er kurz entschlossen sein Werkzeut zusammengepackt und sich auf den Weg auf den Flugplatz gemacht. Dort half er bis zum bitteren Ende voller Tatendrang und mit viel Humor mit. Wer sagt da noch, das Internet sei der Kommunikation und dem zwischenmenschlichen Kontakt abträglich?

Schließlich, um ungefähr 2 Uhr, war das Knurren unserer Mägen nicht mehr zu überhören und wir fielen in einem Sandwhichladen zum Mittagessen ein. Rebecca hat uns auch noch in ihrem wunderschönen 62er Desoto begleitet.

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Kurz vor 6 Uhr waren wir dann soweit. Hier ist der Beweis:

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In der Zwischenzeit hatten wir 2 Fahrten zu einer Eisenwarenhandlung gemacht um noch fehlende Bolzen, Beilagscheiben und Abdeckplanen zu besorgen, die aufgrund der Nachlässigkeit des Herstellers beim Versand auf der Strecke geblieben waren. N aja...

Am Ende erfüllte uns alle ein wohliges Erfolgsgefühel, als wir die beiden Gyros fertig vor dem Hangar stehen sahen. Ich hatte einen steifen Rücken, ein Helfer blutete vom Finger und Robert hatte sich mit Benzin von oben bis unten nass gemacht. Dies trug aber nur dazu bei, das Erfolgsgefühl zu intensivieren. Ein paar Dinge sind noch zu erledigen, wie zB das Bremssystem des roten Gyros zu entlüften und neue Abdeckplanen zu kaufen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Einige Besucher, die während des Tages vorbeischauten, waren von unserem Vorhaben, mit den Gyros nach San Diego zu fliegen, richtig angetan. Dies trug aber nur dazu bei, unsere Vorfreude auf die bevorstehende Reise zu steigern.

Morgen sind noch ein paar Kleinigkeiten an den Gyros zu erledigen. Dann haben wir vor, wenn noch Zeit bleibt, mit Pippo und Sweeny eine Tour nach Plum Island zu fliegen.

-- Robert & Chris.