Phosphorus (Dunham) - Arzneimittelbild

Die meistverkauften Potenzen


PHOSPHORUS (Phos.):

 

Phosphorus ist ein sehr tief wirkendes Medikament. Seine Wirkung erstreckt sich auf alle Bereiche des menschlichen Lebens.

Patienten, die Phosphorus brauchen, sind sehr kälteempfindlich und brauchen viel Wärme. Kälte verschlechtert alle Symptome. Nur die Kopfsymptome (Kopfschmerz) werden durch frische Luft oder kalte Anwendungen, die Magensymptome (Übelkeit, Schmerzen, etc.) durch kalte Getränke gebessert. Die Flüssigkeit wird aber Erbrochen, sobald sie sich im Magen erwärmt hat. Die Schmerzen von Phosphorus sind charakteristischerweise brennend: Brennen zwischen den Schulterblättern, fleckförmiges Brennen die Wirbelsäule entlang, intensive Hitze, die den Rücken hinauf läuft, Brennen der Handflächen, Brennen im Mund, in der Speiseröhre und im Magen. Phosphor hat eine ausgeprägte Blutungsneigung in seinem Mittelbild.

Auch sehr kleine Wunden bluten sehr lange, oder es kommt leicht zu großen, blauen Flecken.

Alle Absonderungen (aus Nase, Bronchien, der Urin, etc.) sind blutig oder blutgestreift. Kinder die Phosphor brauchen haben häufig Nasenbluten.

Das Blut ist hellrot und flüssig, es scheint nicht zu gerinnen. Auch die Verdauungsorgane weisen sehr charakteristische Symptome auf.

Der Patient verlangt nach kalten Dingen (kalte Getränke, Speiseeis, etc.).

Außerdem besteht ein ausgeprägtes Verlangen nach salzigen Speisen oder nach purem Salz. Auch Fisch gehört zu den Lieblingsspeisen eines Phosphorpatienten.

Die Patienten stehen nachts auf, weil sie Hunger haben, oder der Appetit ist besonders groß, wenn sie Fieber haben.

Es besteht großer Durst, auf große Mengen. Nimmt der Kranke nichts zu sich, wird er schwach und bekommt ein flaues Gefühl im Magen.

Typisch für Phosphor ist Aufstoßen, daß sich der Mund wieder ganz mit den genossenen Speisen füllt.

Charakteristisch ist auch das Gefühl der Darmausgang sei offen, oder er ist tatsächlich weit offen.

Die Leiden des Phosphorpatienten werden durch Schlaf gebessert (Lach. wird durch Schlaf schlechter). Sie schlafen gerne auf der re. Seite, da all ihre Symptome durch liegen auf der li. Seite verschlechtert werden. Die Arme schlafen ein, wenn der Patient nachts darauf liegt, die Beine schlafen ein, wenn sie überkreuzt werden.

Phosphor paßt besonders gut zu Personen die groß und schlank sind, die eine helle Haut mit Sommersprossen und rotes oder blondes (manchmal auch dunkles) Haar haben. Es paßt für junge Menschen, die zu schnell gewachsen sind.

Es finden sich Schwellungen unter den Augen, die sogenannten Tränensäcke.

Phosphorpatienten sind sehr ängstlich. Sie haben Angst in der Dämmerung oder im Dunkeln, Furcht vor Geistern (die Patienten sehen in den Ecken des Zimmers schreckliche Gestalten), Furcht zu sterben oder Furcht vor Gewitter.

Vor Gewitter entwickeln sich auch andere Symptome, wie zum Beispiel Kopfschmerzen und Wetterwechsel im allgemeinen schadet dem Patienten.

In seiner Angst wird die Ruhelosigkeit, die bei Phosphorpatienten meist vorhanden ist, noch verstärkt, Stehenbleiben oder Stillsitzen ist dann fast unmöglich.

Phosphorpatienten sind sehr mitfühlend und haben ein großes Verlangen nach Gesellschaft.

Alleinsein verschlimmert ihre Beschwerden. Dieses Verlangen nach Zuwendung zeigt sich auch auf körperlicher Ebene, denn den Kranken geht es besser, wenn sie massiert werden.

Aber es gibt auch Zustände von Gleichgültigkeit gegen Verwandten und gegen geliebte Menschen, oder der Patient wird körperlich und geistig langsam, er bewegt sich langsam, er antwortet langsam.

Phosphor wirkt besonders gut auf die Leber und es heilt fettige Leberdegeneration, Leberzirrhose, etc. Es kommt dabei zu Blutungsneigung (siehe oben) und Ikterus.

Auch bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse ist es häufig angezeigt, zum Beispiel bei Diabetes mellitus.

Außerdem ist es ein exzellentes Mittel bei Erkrankungen der Atmungsorgane (Pneumonie, besonders des re. Unterlappens; Tuberkulose).

Es heilt schmerzlose Heiserkeit (schlimmer am Abend), Heiserkeit bei Rednern und Sängern. Der Husten ist schlimmer beim Einatmen von kalter Luft oder beim Gehen in die Kälte oder umgekehrt beim Hereinkommen aus der Kälte in einen warmen Raum. Er verschlimmert sich auch, wenn eine Person den Raum betritt und auch durch Singen oder lautes Lesen.

Um den Husten zu lindern muß sich der Patient aufsetzen. Phosphor paßt für Husten in der Schwangerschaft.

Der Auswurf kann salzig sein.

Phosphor heilt auch viele Arten von Schwindel, zum Beispiel Schwindel bei Augenanstrengung, beim Drehen im Bett, bei schnellen Kopfbewegungen, bei Linkslage, beim Herabsehen, etc.

Außer den genannten Symptomen gibt es im Mittelbild von Phosphor noch viele andere, deren Aufzählung den Rahmen sprengen würde.