Tor zum Westen

Greg und seine Freunde hatten alles organisiert und lasen uns förmlich jeden Wunsch von den Augen ab. So hatte uns Bert am Vorabend zum Hotel gebracht und holte uns pünktlich am nächsten Morgen wieder ab. Bert selbst ist ein Pilot der „normale“ Flugzeuge fliegt, selbst schon zwei gebaut hat und jetzt gerade einen selbst konstruierten Gyrokopter fertig stellt. Hier ist ein Bild seines Werkes:

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Als wir kurz nach 8 Uhr am Flugplatz anlangten, waren schon einige Leute dort und arbeiteten an ihren verschiedenen Projekten. Da war zB. ein Ultraleichtflugzeug, die „Minimax“, die gerade gebaut wurde:

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Am Vortag war Greg mit uns geflogen und hat uns im Logbuch bestätigt, dass wir reif waren, die Prüfung für die amerikanische Sport Pilot Lizenz für Gyrokopter abzulegen. Heute mussten wir noch einen Prüfungsflug mit Paul absolvieren, der aber kein Problem darstellte. Nach der theoretischen und praktischen Prüfung folgte noch etwas Papierkram, dann war die Welt um zwei „amerikanische“ Sport Piloten reicher.

Das Bild zeigt Paul und Chris nach dem Flug.

 08 Paul und Chris.jpg 

Ein paar Regentropfen erinnerten uns daran, dass wir endlich die Abdeckplanen basteln sollten. Also machten wir uns ans Werk. Bei etwas Wind gestaltete sich dieses nicht immer ganz einfach.

08 Robert kämpft mit der Plane.jpg 

Dennoch, das fertige Produkt gleicht einem Maßanzug und kann sich durchaus sehen lassen. Natürlich hoffen wir, dass wir sie nicht allzu oft benötigen werden.

 08 Fertige Plane.jpg 

Robert, der ja neben dem Fliegen auch homöopathische Aufgaben zu erledigen hat, wollte noch zum Botanischen Garten in St. Louis um eine bestimmte Pflanze zu suchen. Wir hatten diesen Wunsch kaum geäußert, da boten sich Stephanie – Gregs Frau – und Greg an, Chauffeur zu spielen und uns dorthin zu bringen. Da St. Louis eine ziemlich expansive Stadt ist, dauerte die Fahrt ca. eine Stunde, die sich aber durchaus lohnte. Der Garten selbst ist wunderschön, riesig groß und stellt den weltältesten botanischen Garten dar.

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08 Pflanze.jpg

Robert fand zwar nicht die Pflanze, die er gesucht hatte (Amboia trichopodes) , dafür aber eine andere (Azadirachta indica), von der ein ein paar kleine Teile entwendete, um sie dann auf der Rückfahrt im Auto gleich vorzuverarbeiten und für die Reise haltbar zu machen. Die weitere Verarbeitung erfolgt dann in der Apotheke in Eisenstadt.

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Um ca. 16 Uhr waren wir wieder zurück am Flugplatz. Eigentlich hatten wir alle noch Lust zum Fliegen, und so starteten fünf Gyros zu einem Formationsflug zum Wahrzeichen von St. Louis, dem sogenannten „Arch“ (zu deutsch: Bogen). Dieser Bogen steht unmittelbar am Mississippi und symbolisiert das Tor zum Aufbruch in den Westen der Vereinigten Staaten. Vor vielen Jahren hatte ich den Arch bereits vom Boden aus bewundert. Heute freute ich mich darauf, es von der Luft aus zu tun.

In den fünf Gyros waren der Reihenfolge nach Greg mit seine Frau Stephanie (zusammen im ersten), Robert, ich, Debbie und schließlich Paul. Da Stephanie ebenfalls einen Fotoapparat hatte, gibt’s endlich auch einmal ein Bild mit Robert und mir gemeinsam in der Luft.

Hier ist ein Bild vom Illinois Fluss, der an dieser Stelle in den Mississippi mündet:

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Ein Stück weiter flogen wir dann am Arch vorbei, der unmittelbar am Rande von Downtown St. Louis, direkt am Mississippi steht.

 

08 Chris vor dem Arch.jpg 

Beim Zurückfliegen schaffte es Stephanie, Robert und mich zusammen im Gyro auf´s Bild zu bannen:

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Noch ein schönes Bild von Robert (mit Helmkamera) im von HTC Autogyro, dem Hersteller unserer Fluggeräte, gesponserten Gyro:

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Zum Ausklang des Tages saßen wir alle noch in der Runde vorm Hangar, tranken Bier und erzählten uns Fliegergeschichten. Schließlich wurde es dunkel und Bert brachte uns wieder zum Hotel.

So sehr es uns hier gefallen hat und so sehr auch St. Louis eine ausführlichere Betrachtung verdient hätte – morgen geht es weiter nach Westen. Das Wetter wird zwar immer labiler, aber wir hoffen, dass wir ohne nass zu werden bis nach Kansas City kommen.

 

Robert & Chris.