Q-Potenzen

Die Herstellung dieser 50.000er Arzneien (Quinquagintamillesimal-Potenzen) geht auf Hahnemanns Erkenntnisse seines letzten Lebensabschnittes zurück und ist im Organon der Heilkunde, Ausgabe 6 im § 270 definiert. Wesentlich sind hier die Verwendung von Mikroglobuli (1600 Stück pro Gramm) – Hahnemann sprach von mohnsamengroßen Zuckerkügelchen -  und der Methode der C3-Frischpflanzenverreibung.

Herstellung:
Zunächst wird eine C3-Trituration angefertigt – Dauer jedes Schrittes 1 Stunde – und diese für die Herstellung der Q1 zunächst im Verhältnis 1:100 aufgelöst. Danach wird 100 mal kräftig geschüttelt (nicht 10x wie bei den D- und C-Potenzen) und die Lösung (Ethanol 90%) auf Mikroglobuli im Verhältnis 1:500 aufgebracht,

die überschüssige Flüssigkeit entfernt und an der Luft getrocknet. Durch die Hintereinanderreihung dieser beiden Verdünnungsschritte erreicht man nun das Verhältnis von 1:50.000.

Um eine Q2 herzustellen verfährt man analog:
1 Globulus in 1 Tropfen Wasser lösen,

 

1:100 in Ethanol 90% lösen und 100 mal kräftig schütteln.

Danach die Lösung im Verhältnis 1:500 auf Mikroglobuli aufbringen und trocknen.



ANWENDUNG
Bei der Einnahme dieser Arzneiform ist zu berücksichtigen, dass NIEMALS die Globuli selbst verabreicht werden, sondern eine daraus hergestellte Alkoholische Lösung. Wenn Q-Globuli verordnet werden, dienen sie lediglich zur Herstellung der Gebrauchslösung durch den Patienten selbst.

Bei Verordnung einer Q-Potenz lösen wir in unserem Labor einen Globulus in einem 10 ml Fläschchen gefüllt mit einem Alkohol/Wassergemisch. Dieses ist randvoll gefüllt, um eine unbeabsichtigte Dynamisierung bei Transport zu verhindern. Der Patient gießt vor der Anwendung etwa 1/3 Flüssigkeit ab und schüttelt vor jeder Einnahme 10 mal. Die Lösung ist zum Zwecke der Konservierung alkoholisch, außerdem fließt sie leichter durch den Tropfer hindurch.

In besonderen Situationen werden Q-Potenzen in Globuliform als Einmalgabe verordnet:
In diesem Fall geben wir das winzige Kügelchen in einer kleinen Menge Milchzucker zerdrückt als Pulverbriefchen ab. Wenn vom Therapeuten nicht anders vorgeschrieben wird der gesamte Inhalt des Briefchens in 100ml 20% Alkohol/Wassergemisch gelöst und wie oben beschrieben weiterverfahren.

Im Sinne einer „gleitenden“ Erhöhung der Potenzierung wird nach ca. 10 Einnahmen die nächsthöhere Q-Potenz verwendet, die ursprüngliche Einnahmelösung hat bereits in Summe 100 Schüttelschläge erfahren.


Anmerkung

Vielfach findet man in der Literatur die Aussage, Q und LM-Potenzen wären ident – das ist aber grundlegend falsch, und dies aus mehreren Gründen:
  1. Die Herstellung einer LM-Potenz gemäß HAB 2008 HV 17 kennt keine Verreibung frischer Pflanzen, sondern verwendet den alkoholischen Auszug in Form der Urtinktur, was den wesentlichsten Unterschied darstellt.
  2. Die Verreibung flüssiger Arzneistoffe bei der C3-Trit erfolgt nicht im Sinne Hahnemanns, es wird nicht verrieben, sondern lediglich gemischt und getrocknet.

Einnahmehinweise


deutschenglishhungarian
AKTUELLES

Erste Hilfe mit Arnica >


TERMINE

Sa, 20.03 bis So 21.03
Die Methode nach Bönninghausen >


Sa, 20.03 bis So 21.03
Let's talk about Sex! Sexualanamnese in der homöopathischen Praxis mit Maria Schäfgen >


Mi, 24.03 bis Sa 27.03
Die homöopathische Diagnostik und Differentialdiagnose >



  Information zu Remedia Homöopathie in weiteren Sprachen


Impressum       AGB