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Leseprobe:

 

Androctonus amoreuxii hebraeus (Hebräischer Skorpion)

 

Androctonus ist eine verschlossene, potenzieIl gefährliche Person. Geprägt durch die destruktive Umgebung seiner Kindheit (Gewalt, Drogensucht der Eltern, Waisenhaus, Pflegefamilien ... ) hat er alle Emotionen einbetoniert, die Mimik ist versteinert - sein Herz auch. Zurückgezogen, selbstmitleidig, einsam und isoliert beobachtet Androctonus argwöhnisch eine ihm feindliche, unwirtliche Welt wie durch ein Periskop. Was mit ihr passiert, ist ihm gleichgültig geworden. Drogen ist Androctonus nicht abgeneigt, um der stumpfen Realität zu entkommen. Er ist Einzelgänger und fühlt sich sozial ausgegrenzt, ja bedroht. Er träumt von Mördern und Haien und verkrampft sich im Schlaf. Wenn er ins Dunkle geht, bewaffnet er sich mit einem Schirm. Im zwischenmenschlichen Umgang tritt Androctonus gefühIlos, feindselig, bestimmend und verletzend auf. Normalerweise verlässt er ein Konfliktszenario schweigend und verschließt sich verbohrt, doch in die Enge getrieben neigt er zu Gewalttätigkeit bis zu Tötungsfantasien mit Stich- oder Schusswaffen. Skorpione mit ihrem tödlichen Stachel findet Androctonus geil, Ratten auch. Er träumt von einem stacheligen Igel. Der typische Schmerzcharakter von Androctonus ist 'stechend'. Ein Traum handelt von Schlangenbissen - Androctonus solI bei infizierten Bisswunden helfen (wie Latrodectus und Tarantu/a cubensis). Innere Unruhe, Kopfwackeln, Lust zu wildem Tanz, Spinnenangst und Träume von großen, schwarzen Spinnen und Riesentaranteln erinnern daran, dass Androctonus zu den Spinnentieren zählt [~Arachnida]. Auch Tegenaria [~] empfindet die Welt als feindlich, ist jedoch harmlos und bleibt aus Ängstlichkeit zu Hause.