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Nach Hahnemann, Kent, Phatak, Allen usw. ist die Homöopathie durch ein Meer der Unsicherheit gesegelt. Der Wissensreichtum der großen Weisen der Homöopathie ist so umfangreich, daß die Nachfolger, als Interpreten einer homöopathischen Bibel, persönliche Theorien neu erschufen, um Lücken zu füllen, die von ihrer Unfähigkeit herrühren, die Grundlagenwerke der Meister zu verstehen.

Daher sind in diesem Jahrhundert verschiedene Schulen mit unterschiedlichen Namen und vielfältigen Theorien entstanden, die für sich die ganze Wahrheit in Anspruch nehmen. Es trifft zu, daß laut besagten Schulen alles wahr ist, was mit ihnen übereinstimmt und alles falsch, was nicht hineinpasst. Aus solchem Widerspruch folgt unmittelbar, daß der „vorurteilslose Beobachter“ – wie Hahnemann ihn sich wünscht – keine Wahl hat, als sich nach der einen oder anderen Theorie zu richten – oder sich an gar keine zu halten – bei schwierigen Fällen immer zu zweifeln, anscheinend ohne Lösung, zu resignieren, weil sie an die scheinbaren „Grenzen“ der Homöopathie stoßen, und dies führt meist zur Verwirrung.
Dr. Eugenio Candegabe

 

Kai Kröger Verlag, 243 Seiten, ISBN 3-9801945-8-2

 
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