Herstellung homöopathische LM-Potenzen

  • Wie bei den Q – Potenzen handelt es sich hierbei um 50 000er Arzneien (Quinquagintamillesimal-Potenzen), welche sich jedoch in der Herstellung und Anwendung in wesentlichen Gesichtspunkten unterscheiden. Wesentlich ist hier:

  • die Verwendung von Globuli der Größe 1 (500 Stück pro Gramm)

  • als Ausgangssubstanz für C1 – C2 Potenzen wird meist der alkoholische Auszug in Form der Urtinktur verwendet*

  • Die Herstellung der C3-Trit erfolgt nicht im Sinne Hahnemanns, da nicht verrieben, sondern lediglich gemischt und getrocknet (Verreibung flüssiger Arzneistoffe)

 

Herstellung LM-Potenzen:

1: 50 000 Verdünnung

  • Zunächst wird eine C3-Trituration (Methodik abhängig von Ausgangsstoff) angefertigt und diese für die Herstellung der LM1 Potenz zunächst im Verhältnis 1:500 mit 15 % (m/m) Alkohol, aufgelöst.

  • Danach wird 1 Tropfen dieser Lösung im Verhältnis 1:100 mit 86 % (m/m) Alkohol verdünnt und 100 mal kräftig geschüttelt

  • 1 Tropfen dieser Lösung wird auf 500 Globuli der Größe 1 aufgebracht und an der Luft getrocknet.

  • Durch die Hintereinander Reihung dieser Verdünnungsschritte erreicht man wie bei Q Potenzen das Verhältnis von 1:50 000 und somit die erste Potenzstufe dieser Reihe und zwar LM1.

 

Die Herstellung weiterer Potenzstufen

Die Herstellung weiterer Potenzstufen unterscheidet sich jedoch nicht von derer der Q – Potenzen, sie sei jedoch der Vollständigkeit halber hier aufgelistet.

  • Um eine LM2 Verdünnung herzustellen löst man zunächst einen LM1-Globulus in 1 Tropfen Wasser auf

  • Danach wird die entstandene Lösung mit 100 Tropfen 86 % (m/m) Alkohol vermengt und 100-mal kräftig geschüttelt.

  • Diese Lösung wird im Verhältnis 1:500 auf Globuli der Größe 1 (500 Stück/Gramm) aufgebracht und getrocknet.

  • Auch hier ergeben die Verdünnungsschritte wieder das Verhältnis 1:50 000.

Weitere Potenzstufen werden in gleicher Weise hergestellt.

 

Globuli und Dilutionen

LM – Potenzen werden zwar meist direkt als Globuli eingenommen, dennoch kann es notwendig sein, dass diese Potenzen, welche als Globuli vorliegen, aufgelöst und demzufolge als LM – Dilutionen herzustellen sind.

  • Zur Herstellung flüssiger LM-Potenzen werden die Streukügelchen der gewünschten Potenzstufe im Mengenverhältnis 1 Streukügelchen in 10,0 ml Ethanol 15 % (m/m) gelöst.

 

Die Potenzstufe der Lösung entspricht der gleichen Potenzstufe wie die der darin gelösten Streukügelchen.


 

Unterscheidung von Q-Potenzen und LM-Potenzen

Q – Potenzen

LM – Potenzen

Globuli Größe 0 (1600 Stück/Gramm)

Globuli Größe 1 (500 Stück/Gramm)

C1 – C3 Verreibung des Ausgangsstoffes

C1 – C2 meist aus der Urtinktur hergestellt und verschüttelt

C3 Verreibung aus flüssigem Arzneistoff

Energetisch höher, da Verreibung der Ausgangssubstanz erfolgt

Energetisch niedriger

(gilt nur, wenn der Ausgangsstoff flüssig ist, also bei Urtinkturen und Lösungen)

Anderes therapeutisches Spektrum:

  • Globuli Größe 0
  • Ausgangsstoff Verreibung

Anderes therapeutisches Spektrum:

  • Globuli Größe 1
  • Ausgangsstoff meist verschüttelt

Auflösen der Globuli vor Einnahme

Direkteinnahme der Globuli

 

*Bezogen auf die Ausgangssubstanz ergeben sich im Fall der LM – Potenzen verschiedene Möglichkeiten. Der einfachste Fall liegt vor wenn es sich bei der Ausgangssubstanz um eine pflanzliche Urtinktur handelt, welche nicht im herkömmlichen Sinne verrieben werden kann und demzufolge bestimmte Anpassungen für eine 1:50 000 Verdünnung am Beispiel der Q – Potenzen notwendig sind. Hierbei wird die Urtinktur zur C1 und C2 Potenz wie gewohnt potenziert und die C3 Verreibung aus dem flüssigen Arzneistoff hergestellt, also gemischt und getrocknet, was nicht im Sinne Hahnemanns ist. Die weitere Vorgehensweise unterscheidet sich nicht von der der Q – Potenzen. Für Verwirrung sorgt in diesem Zusammenhang besonders die Tatsache, dass sehr wohl auch Verreibungen nach Hahnemann einer LM – Potenzierung unterzogen werden können. In diesem Fall besteht die Unterscheidung nur mehr in der Größe der Globuli nicht aber an der Art der Herstellung des Ausgangsstoffes.

 

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